Der Hauptunterschied zwischen dem Gemeinschaftsgarten und einer privaten Parzelle liegt in der Art der Verantwortung und der Nutzung, wobei beide Teile fest in das ökologische Gesamtkonzept des Waldgartens eingebunden sind.
Hier sind die wichtigsten Unterschiede für Dich im Überblick:
1. Der Gemeinschaftsgarten (Das Herzstück)
- Gemeinsames Gärtnern: Hier planen, pflegen und ernten alle Mitglieder zusammen. Es ist der Ort des sozialen Austausches und des gemeinsamen Lernens.
- Ernte: Die Ernte ist vornehmlich denjenigen vorbehalten, die dort auch aktiv mitgärtnern, und wird gemeinschaftlich organisiert.
- Öffentlichkeit: Dieser Bereich ist für die Öffentlichkeit zugänglich, sobald mindestens ein Vereinsmitglied vor Ort ist.
- Kosten: Die Pacht für den Gemeinschaftsgarten wird bis zum Frühjahr 2027 durch Projektmittel gedeckt; danach wird sie über die Mitgliedsbeiträge aller finanziert.
- Persönliche Beete: Ab 2026/2027 ist geplant, im Gemeinschaftsbereich auch persönliche Gemüsebeete für Mitglieder einzurichten.
2. Die Privatparzelle (Dein eigener Gestaltungsraum)
- Individuelle Nutzung: Eine Parzelle bietet Dir einen privaten Raum für Dein persönliches Gärtnern, allerdings immer im Rahmen des Kleingartenwesens.
- Leitbild-Pflicht: Du bist verpflichtet, Deine Parzelle nach dem Waldgarten-Leitbild (Mehrschichtigkeit, essbare Vielfalt, biologisch-ökologische Bewirtschaftung) zu gestalten. Eine „klassische“ Rasen-Kleingarten-Nutzung ist nicht erlaubt.
- Bauliche Regeln: Für Lauben gelten strikte Vorgaben (max. 24 m² Grundfläche inklusive Freisitz) und eine Genehmigungspflicht durch den Bezirksverband.
- Zusätzliche Kosten: Als Pächter zahlst Du neben dem Vereinsbeitrag auch Pachtzins, Verbandsbeiträge, Versicherungen sowie Deine individuellen Wasser- und Stromverbräuche.
- Zusatzaufgabe: Pächter sind direkt für die Pflege und Bewässerung des an ihre Parzelle angrenzenden Rahmengrüns verantwortlich.
Das verbindende Element
Wichtig zu wissen ist: Jedes Vereinsmitglied ist immer zuerst Gemeinschaftsgärtner, auch wenn Du eine private Parzelle nutzt. Das bedeutet, dass alle Mitglieder gleichermaßen für den Erhalt des Gemeinschaftsgartens verantwortlich sind und sich über die Waldcard (Arbeitseinsätze) einbringen. Innerhalb der Cluster wird zudem auf Zäune verzichtet, um den offenen Charakter und Tierwege zu erhalten.